Anwohner im Gespräch mit Bürgermeister und Amtsleiterin des Ausländeramtes

 

In dem gemeinsamen Gespräch zeigten sowohl der Bürgermeister als auch die Leiterin des Ausländeramtes großes Verständnis für die ernstzunehmenden Sorgen der Anwohner, erläuterten Sachverhalte und konnten auch in der „Belegungsfrage“ Entwarnung verkünden.
„In der ursprünglichen Planung waren 200 Plätze vorgesehen, aber nach aktueller Vertragslage werden in der GU Böhlen maximal 169 Asylbewerber untergebracht. Eine Erweiterung ist derzeit kein Thema, da die Asylzahlen bundesweit rückläufig sind und der Landkreis auch schon Kapazitäten abbauen musste“, stellte Frau Michels im Rathaus gegenüber den anwesenden Anwohnern klar. Dies wird schon dadurch deutlich, dass bisher vom Landkreis kaum mehr als 130 Personen zeitgleich in der GU Böhlen untergebracht wurden.
Doch was passiert, wenn steigende Asylbewerberzahlen die Erweiterung der Vertragskapazität in der GU erfordern? Dann werde vor einer Entscheidung das Gespräch mit den Anwohnern gesucht, versicherten Bürgermeister und die Vertreterin des Landkreises.
Auch wenn sich die Flüchtlingsunterbringung etwas entspannt hat, reißen die Herausforderungen für Landkreis und Kommunen in der Flüchtlingsfrage nicht ab. Gemeinde und Landkreis stimmen überein, dass jetzt die Integration von Flüchtlingen das Ziel der gemeinschaftlichen Arbeit sein müsse. Der Landkreis hat eigens für diese Aufgabe Koordinatoren eingestellt, die in Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Flüchtlingssozialarbeitern (in Böhlen der Caritas e.V.) die Voraussetzungen zur Integration von Flüchtlingen schaffen und verbessern sollen. Das sind Anstrengungen, die zwingend notwendig sind. Denn nicht zuletzt an den Bedenken und Sorgen der Nachbarn der GU in Böhlen ist abzulesen, dass die Integration von Flüchtlingen ins Gemeinschaftsleben noch sehr ausbaufähig ist.

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