Geschichte

Vom Rittergutsdorf zum Industriestandort

ab 7. Jhd. dauerhafte Besiedlung durch slawische Familienverbände
1017 Ersterwähnung von Großdeuben, heutiger Stadtteil von Böhlen
etwa 1150
wahrscheinlich Gassendorf mit ca. 25 Bauernstellen und einem Herrensitz
1303
erste urkundliche Erwähnung von Gaulis, heutiger Ortsteil von Böhlen
1353
erste schriftliche Erwähnung von Böhlen
im 16. Jhd. das Böhlener Herrenhaus (so genannte Schloss) entstand
1540
erste Nennung der alten Dorfkirche
1680 Bau des frühbarocken Altars in der evangelischen Kirche
1782 erster Gemeindeschulze wurde erwähnt
1813 wurde Böhlen mehrfach von den Truppen der Völkerschlacht geplündert
1842 wurde Böhlen Haltepunkt der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn
1879 entstand neben der Kirche ein Schulbau mit 5 Klassenzimmern
1889 wurde das Schulgebäude vergrößert
eröffnete eine Post-Agentur
nahm eine Molkerei ihren Betrieb auf
1900 entstand das Fabrikgebäude einer Rauchwarenzurichterei (heute Altgebäude des beruflichen Schulungszentrums Böhlen)
1901 entstand der "Fortunapark", ein Vergnügungs- und Freizeitzentrum für betuchte Leipziger Bürger (heute Sportgelände des BSZ und Gelände der WSK)
1902 entstand das Pächterhaus des Rittergutes (seit 1928 bis heute als Rathaus) genutzt
1920-1924 fand die erste größere Ortserweiterung aufgrund der Entwicklung der Industrie statt (Lessingstraße, Wohnungen entstanden im ehemaligen Schloss, in der Schäferei, der Schlosspark und der Barbaraweg wurden bebaut)
1924 entstand der weltweit größte Braunkohletagebau in Böhlen
1926 wurde die Schule neu gebaut, heutige Mittelschule Böhlen in der Lessingstraße,
wurde erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister, Herr Goldmann, bestellt,
entstanden mit dem Ausbau des Kraftwerkes die Siedlung Schiller-Fröbel-Schubert-Wieland-Händel-Goethestraße, Am Zipfel
1929 wurde der kirchliche Friedhof eingeweiht
1930 bewegte erstmals eine Förderbrücke im Böhlener Tagebau Abraum
1931 bildete sich die katholische Kirchgemeinde in Böhlen
1934 - 43 kam es zur Ortserweiterung durch Besiedlung der Robert-Koch-Str., K.-Marx-Str., K.-Liebknecht-Str., Häuser Am Streitteich, Fr.-Ebert-Str., A.-Bebel-Str., Jahnstr.,
1936 wurde das Freibad durch die ASW erbaut und am 28.Juni eröffnet
1937 wurde der Fortunapark durch die BRABAG als Freizeitpark umgestaltet
1939 eröffnete der erste Kindergarten in Böhlen ( heute Gaststätte Strike in)
1944/45 trafen die Stadt Böhlen schwere Luftangriffe
1951 wurde die Pleiße wegen des Braunkohlenabbaues umverlegt
1952 entstand durch Zusammenlegung von Werken und Rückführung in deutschen Besitz der VEB "Otto Grotewohl", jetzt "DOW Chemical", eröffnete das Kulturhaus Böhlen
1954 erfolgte die Einweihung der katholischen Kirche in der Jahnstraße
1955 vergrößerte sich Böhlen durch die E.-Thälmann-Str., Fr.-Engels-Str., die J.-Haydn-Str. wurde verlängert
1964 wurde Ortsteil Gaulis nach Böhlen eingemeindet, begann die Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Vaulx-en-Velin, wurde Böhlen am 7.Oktober das Stadtrecht verliehen
1977 schafften die Fußballer der BSG Chemie Böhlen erstmals den Aufstieg in die höchste Spielklasse der DDR
1979 erfolgte der Abriss des ehemaligen Böhlener Schlosses,
erfolgte der Bau von 2 Wohnhäusern für ältere Bürger und eines Arbeiterwohnheimes, Böhlen-Nord als Wohnstandort wurde bezogen
1985 zogen in die kombinierte Kindereinrichtung Böhlen -Nord die ersten Kinder ein, (jetzt Kindereinrichtung "Böhlener Knirpse")
1987 wurden 2 neue Wohnblocks als Arbeiterwohnheime übergeben
1991 erfolgte der Abriss von vielen stillgelegten Betriebsanlagen, gingen ehemalige betriebseigene Einrichtungen (z.B. Kindereinrichtungen, Sportstätten) in kommunale Trägerschaft über
1993 wurde die Stadt Böhlen in das Stadtkernsanierungsprogramm des Bundes und Landes aufgenommen
1994 wurde der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet
1996 gründete sich der Böhlener Gewerbeverein
1997 zum 1. Juli erfolgte die Eingliederung der Gemeinde Großdeuben als Stadtteil nach Böhlen,
gründete sich der Zweckverband "Planung und Erschließung des Industriestandortes Böhlen-Lippendorf- Neukieritzsch"
1998 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus in der Waldstraße übergeben
erfolgte der Abriss des ehemaligen Kaufhauses im Stadtzentrum
1999 konnte das umgestaltete Stadtzentrum übergeben werden, die Finanzierung erfolgte auch mit Mitteln aus dem Stadtkernsanierungsprogramm,
wurde die Eröffnung des neu gestalteten Freibades gefeiert,
eröffnete die erste private Bowlingbahn in der City,
erhielt die Stadt das erste City-Mobil durch Sponsoring von Böhlener Gewerbetreibenden
2000 erfolgte die Einweihung der 1. Etappe des touristischen Rad- und Wanderweges entlang der Pleiße
wurde die Dach- und Fassadensanierung der Mittelschule abgeschlossen, zusätzlich wurde durch Sponsoring vom Unternehmen DOW Chemical ein Computerkabinett übergeben und das Polytechnikum erhielt ein neues Elektrokabinett
2001 folgte die Einweihung der II. Etappe des Radweges (Ortseingang Böhlen bis Bahnübergang Jahnstraße),
wurde die im Rahmen eines ABM- Projektes entstandene Böhlener Heimatstube eingeweiht,
fand das erste Böhlener Kneipenfest statt, organisiert durch den Böhlener Gewerbeverein
2002 wurde durch Brandstiftung der große Saal des 50jährigen Kulturhauses zerstört,
erfolgte der Abriss der Gebäude des ehemaligen Stahl- und Behälterbau Großdeuben,
erhielt die Sportstätte Jahnbaude eine umfassende Sanierung, die Stadtbibliothek ein neues Innen-Outfit,
wurde mit Hilfe des Geschichtsvereins und des Verlages "Pro Leipzig" eine neue Böhlener Chronik erstellt,
wurde Böhlen in den Bundeswettbewerb "Stadtumbau Ost" aufgenommen
2003 erfolgte der Abriss des alten Bunkers im Stadtzentrum und im Rahmen des Bundeswettbewerbes "Stadtumbau-Ost" wurden 10 leere Wohnblocks abgerissen,
feierte Böhlen mit einer Festwoche die Ersterwähnung des Ortes vor 650 Jahren,
fanden Richtfeste für ein neues Einkaufszentrum im Stadtzentrum und für ein Senioren- und Pflegeheim statt
2004

erfolgte Spatenstich zum Bau der Nord-Ost-Anbindung des Industriegebietes Böhlen- Lippendorf,
konnte endlich das älteste Haus in Böhlen (Otto-Fischer-Str.) abgerissen werden und somit entstand Platz für 2 neue Eigenheime,
schloss die Grundschule Großdeuben ihre Pforten,
findet im Beisein von Sachsens Sozialministerin die Einweihung des neuen Seniorenheimes "Am Park" statt,
wurde auf dem ehemaligen Gelände des Stahl- und Behälterbaus Großdeuben im Stadtteilzentrum Großdeuben, ein neuer, moderner Spielplatz übergeben,
entstand mit finanzieller Hilfe von 2 Großunternehmen im Stadtzentrum von Böhlen eine neue grüne Oase, Platz der verlorenen Orte
feierte Böhlen 40 Jahre Stadtrecht,
startete das Projekt Medios des Kommunalen Forums, das 36 Schulen im Landkreis, auch die Böhlener Mittelschule vernetzte
Bürgermeisterin wird Mitglied der Majors for Peace

2005 erfolgte die Grundsteinlegung für die Brücke an der S 72 Richtung Rötha durch Sachsens Wirtschaftsminister,
erhielt die Kommunale Kindereinrichtung anlässlich ihres 20jährigen Bestehens den Namen "Böhlener Knirpse",
wurde der neugestaltete Festplatz im Stadtteilzentrum Großdeuben übergeben,
fand vorfristig die Freigabe der neuen Nord-Ost-Anbindung im Beisein des sächsischen Wirtschaftsministers statt
2006 erwarb die Stadt Böhlen das Kulturhaus zum symbolischen Wert von 1 Euro vom Landratsamt Leipziger Land,
entstand aus dem nicht mehr genutzten Postgebäude ein modernes Ärztehaus und eine Apotheke,
wurde die Lebensader (S 72) zwischen Böhlen und Rötha wieder freigegeben,
wurde das 1848 gebaute Gebäude "Bergmann" abgerissen und eine Grünfläche entstand,
fand das 2. Kneipenfest in Böhlen statt, wieder hervorragend organisiert vom Gewerbeverein,
begann die Sanierung des Kulturhauses nach dem Brand im Jahr 2002,
startete der Umbau und die Erweiterung des Kinderhortes Böhlen,
kaufte der Sportverein Chemie Böhlen den Sportkomplex Jahnbaude von der Stadt zum symbolischen Preis von 1 Euro,
investierte die WG 340.000 Euro für die Sanierung ihrer Häuser in der Clara-Zetkin-Str./Str. der Einheit und baute Balkone an

2007

übernahm die LDZ Services GmbH die Betreibung des Kulturhauses Böhlen; ab 01.01.07 trägt das Kulturhaus den Namen Kultur- und Kongresscenter,
fand die offizielle Eröffnung des Gemeindezentrum Großdeuben statt; hier führt die Bürgermeisterin ihre monatliche Sprechstunde im Bürgerzimmer durch,
fand die Grundsteinlegung zum Neubau der Grundschule Böhlen statt,
am Kindertag (01.06.) war die offizielle Übergabe der sanierten Häuser in der Friedrich-Ebert-Str. durch die WG "Kontakt"; diese Jugendwohnanlage gehört zu den Schmuckstücken von Böhlen,schließt die Schule für Lernbehinderte des Landkreises in der E.-Thälmann-Str. in Böhlen ihre Pforten, startet die Außensanierung des Pflegeheimes in der Clara-Zetkin-Straße,
im November wird die aufgewertete, sehr schmucke Parkanlage am Bahnhof übergeben,
wird das in Rekordzeit mit einem Einkaufszentrum bebaute Pohlersfeld an die Nutzer übergeben, die im Dezember ihre Filialen öffnen,
gründet sich ein Kuratorium für das Westsächsische Symphonieorchester, welches den Klangkörper wirtschaftlich begleiten und in rechtlichen sowie anderen Fragen zur Seite stehen soll,

2008

 

können die Grundschüler nach den Winterferien Besitz von ihrer neuen Schule nehmen, in die 2,3 Mill. Euro investiert wurde und gemeinsam mit dem Hort auf den Namen "Pfiffikus" getauft wurde,
beginnen im Frühjahr umfangreiche Bauarbeiten im Haus II der Stadtverwaltung zur Trockenlegung und Fassadensanierung,
vernichtet ein verheerendes Großfeuer auf dem Flugplatz Böhlen 4 Flugzeuge und die Flugzeughalle,
gibt Werner Clemens, über Jahrzehnte Leiter des Blasorchesters Böhlen den Dirigentenstab in jüngere Hände,
wird die 1,2 km lange Trasse zur Südanbindung des Industriegebietes freigegeben,
findet nach dem Brand im Jahr 2002 die glanzvolle Eröffnung des Großen Saales im Kultur- und Kongresscenter Böhlen statt

 2009

 

erstmals als Neujahrsempfang der Bürgermeisterin durchgeführt -ein Neujahrskonzert mit dem WSO und mit der Auszeichnung verdienstvoller Bürger/innen mit dem Ehrenamtzszertifikat der Stadt Böhlen, wurde Frank-Michael Erben als neuer Dirigent für das WSO ( seit 2011 Leipziger Symphonieorchester) berufen, entstand eine Kleiderbörse Am Ring für bedürftige Familien, feiert der SC Eintracht 09  Großdeuben  sein 100jähriges Bestehen  ebenso die FFW Böhlen, die einen grandiosen Umzug durch die Stadt organisierte, wird Schulstandort Böhlen für Mittelschule und Berufliches Schulzentrum  im Schulnetzplan des Landkreises bestätigt, erhält die Grundschule "Pfiffikus" das Zertifikat "Bewegte und sichere Schule", beginnt die Sanierung des Nordflügels im Kulturhaus, erlebt der Orchestergraben nach der Sanierung seine Premiere im Kulturhaus,  wird der 1. Christkindl-Markt unter Federführung des Gewerbevereins am Rathaus durchgeführt

 2010

 

erhielt die Grundschule " Pfiffikus" Besuch von Staatsministerin Schorlemmer, sie stellte das Projekt "JeKi" , jedem Kind ein Instrument vor,  Start- und Landebahn auf dem Flugplatz Böhlen wurde mit viel Eigeninitiative der Mitglieder des Fliegerclubs saniert, wurde der Grundstein für eine Sporthalle am Beruflichen Schulzentrum gelegt, wurde der neue Kunstrasenplatz an der Jahnbaude übergeben, u.a. aus Mitteln des Konjunkturpaketes finanziert, erfolgte ebenso die energetische Sanierung der Sporthalle Am Freibad sowie der Turnhalle in Großdeuben mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket,  erhielt das Freibad Böhlen einen neuen privaten Pächter, fand das erste Treffen ehemaliger Stöhnaer statt., gründete sich die Kulturbetriebs GmbH zur Betreibung des Böhlener Kulturhauses

 2011

erfolgte endlich  die Freigabe der Waldstraße nach mehrjähriger Sanierung, Baustart zum Erweiterungsbau der Kindereinrichtung "Haus Kinderland" des Vereins "Kleine Hände"" in Großdeuben,  feierte die Mittelschule Böhlen ihr 85jähriges Bestehen und weihte u.a. ein grünes Klassenzimmer ein, wurde der Keller der Sporthalle Am Freibad als eine Maßnahme des Konjunkturpaketes verfüllt, erhält der Große Saal im Kulturhaus Hörschleifen an einigen Plätzen, beginnt die Großsanierung  in der kommunalen Kindereinrichtung "Böhlener Knirpse", Abriss des Altbaues am Beruflichen Schulzentrum, wurde die FFW Großdeuben 100 Jahre, feierte die ev. Kirche Böhlen 400 Jahre Kirchweih, startete das Pilotprojekt des Vereins Kunstretter e. V. zur Rettung des Zehmener Altares in der Katharinenkirche Großdeuben, erfolgte die Grundsteinlegung für den Ersatzneubau am BSZ und Übergabe der modernen Sporthalle "Fortunapark" am BSZ, Einweihung des neuen Krippentraktes im Anbau an das Haus "Kinderland" in Großdeuben, (516.000 EUR mit Fördermitteln und Eigenanteil Stadt), das Westsächsische Symphonieorchester, dessen 100% Gesellschafter die Stadt Böhlen ist , heißt in der neuen Spielzeit ( ab 01.07.2011) Leipziger Symphonieorchester.

 2012

 

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