Benutzung der Personanstandsbücher

Seit dem 01. Oktober 1876 werden Personenstandsbücher geführt. Durch das neue Personenstandesgesetz wurden mit Wirkung vom 01. Januar 2009 die Aufbewahrungsfristen neu geregelt. Das heißt, Geburtenbücher, die älter als 110 Jahre, Heiratsbücher, die älter als 80 Jahre und Sterbebücher, die älter als 30 Jahre sind, werden als Archivgut aufbewahrt. Aus diesen Büchern können keine Urkunden mehr ausgestellt werden. Es besteht nur noch die Möglichkeit, einfache oder beglaubigte Kopien nach dem Archivgesetz zu erstellen.

Sie möchten Urkunden beantragen?

Bitte beachten Sie:

Die Ausstellung von Personenstandsurkunden sowie die Erteilung von Auskünften aus den Personenstandsbüchern unterliegen dem besonderen Datenschutz gemäß § 61 Personenstandsgesetz.

Demnach sind Personenstandsurkunden auf Antrag den Personen zu erteilen, auf die sich der Registereintrag bezieht, sowie deren Ehegatten, Lebenspartnern, Vorfahren und Abkömmlingen. Andere Personen haben ein Recht auf Erteilung von Personenstandsurkunden, wenn sie ein rechtliches Interesse glaubhaft machen; beim Geburtenregister oder Sterberegister reicht die Glaubhaftmachung eines berechtigten Interesses aus, wenn der Antrag von einem Geschwister des Kindes oder des Verstorbenen gestellt wird. Antragsbefugt sind über 16 Jahre alte Personen.

Andere Personen haben nur dann einen solchen Anspruch, wenn Sie ein rechtliches Interesse glaubhaft machen können oder eine schriftliche Vollmacht einer berechtigten Person beibringen können.

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